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Daytona Beach - EventsJedes Jahr aufs Neue heißt es für Daytona Beach im Februar: Let´s get ready to roll. Denn dann beginnen für das kleine Städtchen belebte und vor allem laute Wochen – etwa bis Anfang April. Speedweek
Das erste Daytona 500 wurde 1959 gefahren und sah Lee Petty als Sieger. Mittlerweile hat Stock Car Racing in USA eine riesige Fangemeinde gewonnen und die großen Rennen ziehen über 100.000 Zuschauer in ihren Bann. Der Daytona International Speedway ist ein Trioval und hat eine Streckenlänge von 2,500 Meilen (4,023 km), der Komplex fasst 167000 Zuschauer. In einem Atemzug mit der Strecke wird wahrscheinlich immer Dale Earnhardt genannt werden, dem es bis 1998 nicht gelang, das "Great American Race" zu gewinnen, obwohl er beim Firecracker 400 im Sommer schon so oft siegreich war und auch beim Daytona 500 oft in Führung lag. Doch Unfälle und Reifen- oder Motorschäden zerstörten zu oft seine Siegträume, bis er 1998 endlich in die Victory Lane fahren konnte. Im Jahr 2001 verlor er auf dieser Strecke auf tragische Art und Weise sein Leben beim Daytona 500, so dass die Rennen wohl nie mehr so sein werden wie bisher. Die in den ersten beiden Februarwochen stattfindende Speedweek ist vergleichbar mit der Verrücktheit bei Formel1-Rennen in Deutschland, wenn zum Beispiel der Hockenheimring ganz im „Schumi-Fieber“ rot getüncht ist. Den krönenden Abschluss am letzten Tag bildet immer das legendäre Daytona 500 NASCAR-Rennen.
Bikeweek
Bereits seit 1904 kamen Motorradfahrer nach Daytona, es wurde aber erst 1937 zum eigentlichen Mekka mit dem Daytona 200 Rennen und der ersten Bikeweek. Der erste Biker, der sich einen Namen machte, war Glenn H. Curtiss, ein Mechaniker und Erfinder aus New York. Er nahm 1904 am Winter Speed Carnival mit einem Fahrrad teil, an das in der Mitte ein kleiner Motor geschweißt war. Zu aller Überraschung erreichte dieses Gefährt 60 MPH, die erste Meile-pro-Minute, die offiziell für ein Motorrad notiert wurde. Er kam 1907 mit einem größeren und schnelleren Motorrad mit 8-Zylinder-Motor zurück und wurde bei 136 MPH abgestoppt, zu dieser Zeit das schnellste Fahrzeug auf Rädern. Für Piloten interessant: 1908 trat Curtiss in die noch junge Experimental Aircraft Association (EAA) ein, die sich mit dem Bau von Flugzeugen befasste. Im selben Jahr gewann ein Flugzeug der EAA, die "June Bug", angetrieben von einem Curtiss-Motor und gesteuert von Glenn H. Curtiss selbst, die Scientific American Trophy für den ersten Flug über eine Distanz von einem Kilometer. 1909 gewann Curtiss in Reims den Gordon Bennett Cup mit einer Geschwindigkeit von 46,5 MPH. Im selben Jahr wurde das erste Privatflugzeug aus Curtiss' Fertigung verkauft, er war der erste Flugzeugfabrikant. Auch nach seinem Tod im Jahr 1930 blieben Curtiss-Flugzeuge noch lange ein Begriff, wie z. B. die C-46 Commando oder die P-40 Warhawk. Als 1937 zum erstenmal das Daytona 200 - Rennen am Strand stattfand, wurde Daytona Beach jedoch richtig zum Mekka der Biker. Die ersten Bikeweek-Teilnehmer waren die Rennfahrer selbst. Sie trugen lederne Kleidung und lederverkleidete Sturzhelme aus Kapok, einer Faser aus den Haaren aus dem Inneren der Kapselfrucht des Kapokbaumes, sie wurden Teapot genannt. Die Rennen wurden bis 1961 auf dem Strand und auf der A1A abgehalten. Der 4,1 Meilen-Kurs verlief nahe vom Ponce Leon Inlet Leuchtturm nach Süden zu. Es gab keine Zäune zwischen der Rennstrecke und den Zuschauern und die Rennfahrer mussten manchmal richtig um die Zuschauer herumfahren. Durch die zunehmende Bebauung und Entwicklung der Strandzone mussten die Rennen 1959 schließlich vom Strand weg auf den neu errichteten Daytona International Speedway verlegt werden. Die ersten Biker werkelten am Vormittag an ihren Maschinen, fuhren am Nachmittag Rennen und machten am Abend die Main Street zur einzigen Party, die Mardi-Gras-Atmosphäre zog bald auch Nichtbiker an. Seit den frühen 60ern nahmen die Teilnehmer so sehr zu, dass die vorhandenen Motels nicht ausreichten und immer mehr Einwohner die Biker in ihre privaten Häuser aufnahmen.
Ca. 200.000 Gallonen Bier laufen jedes Jahr die Kehlen runter. Da haben die netten Bedienungen (meist sehr leichtbekleidete junge, hübsche Mädels - eine Augenweide für jeden Mann) doch schon allerhand zu tun. So sind die bekanntesten Saloons, wie z.B. der Boot Hill Saloon, Froggy´s Saloon, Jackson Hole Saloon und natürlich auch all die anderen ungenannten Kneipen und Bars stets überfüllt, die ganze Stadt ist eine einzige Party. Interessant sind die Neuvorstellungen von Produkten der Motorradfirmen, Custombike-Ausstellungen und all die Bike-Wettbewerbe mit Preisverleihung für diverse Kategorien. Mädels in knappen Shorts und Bikinioberteil bieten sich zum Waschen der Motorräder an. Florida hat übrigens ein recht originelles Gesetz zum Tragen eines Schutzhelms. Der Helm ist grundsätzlich vorgeschrieben, wenn man aber mindestens 21 Jahre alt ist und eine Krankenversicherung nachweist, die mindestens 10.000 USD an Kosten trägt, die durch Motorradunfälle entstehen, dann kann der Helm zu Hause bleiben. Eine Schutzbrille ist dagegen immer Pflicht.
Und weil es so schön war und so lange hin bis zum nächsten Jahr hat man nun noch eine zweite Veranstaltung angefügt, das Biketoberfest in der 2. Oktoberhälfte. Alles läuft ähnlich ab, nur ein wenig kleiner. Springbreak
Hinzu kommt noch das Wochenende der Black College Reunion im April, das ebenfalls vorwiegend junge Menschen zum Feiern in die Stadt bringt. Diese Verknüpfung von Veranstaltungen wird in der ortsansässigen Bevölkerung zwiespältig gesehen. Den wirtschaftlichen Faktoren, wie zum Beispiel den Erlösen durch die zusätzlichen Besucher stehen die dauerhaften Belastungen durch Lärm, Müll, usw. gegenüber, und auch die freizügig gekleideten Mädels nicht nur beim Wet-T-Shirt-Contest sind der prüden Bevölkerung ein Dorn im Auge. Die Finanzierung der öffentlichen Einrichtungen und Institutionen (Polizei, Feuerwehr, etc.) gerät zusehends aus der Bahn. So wird in diesem Jahr das erste Mal ab der Bikeweek von den Verkäufern, die ihre Waren feil bieten, eine Registrierungsgebühr in Höhe von 300 USD verlangt. |
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