Florida und Fliegen
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Ein weiterer Grund, warum Familien hier gerne Urlaub machen, sind die vielen Ausflugsmöglichkeiten. Ins gemütliche Städtchen New Smyrna sind es nur 15 Meilen, zum Cap Canaveral etwa 40 Meilen, nach Orlando mit seinen Themenparks sind es gut 60 Meilen, nach St. Augustine, der ältesten Stadt der USA, ebenfalls 60 Meilen. Und nicht zu vergessen sind die herrlichen Naturparks, die noch die unberührte Natur zeigen, wie sie damals von den ersten Entdeckern der Halbinsel vorgefunden wurde.

 

 

Canaveral National Seashore

Von New Smyrna sind es nur 3 Meilen zur Canaveral National Seashore mit der höchsten Erhebung der Region, dem immerhin 150 Fuß hohen Turtle Mound, einer Ansammlung von Muschelschalen, deren Ursprung auf 2.000 v.Chr. zurückgehen soll. Hier sieht man auch Riesenschildkröten, Gürteltiere oder Waschbären. Der Eintritt beträgt 3 USD. Die Sandtrände hier sind viel schmaler als in New Smyrna, aber für den Autoverkehr gesperrt und besonders im Winter herrlich einsam, abgesehen von den vielen Seevögeln.

Spruce Creek Park

Merritt Island National Wildlife Refuge

Noch weiter südlich liegt Merritt Island National Wildlife Refuge, dieser idyllische und erlebnisreiche Naturpark ist der zweitgrößte Floridas. Auf Bretterpfaden kann man durch die Natur spazieren und versuchen, die vielen Tieren zu beobachten. Natur und Weltraumtechnologie liegen auf Merritt Island dicht beieinander. Das Naturschutzgebiet hat seine Existenz der NASA zu verdanken. Meritt Island war nie besonders dicht besiedelt gewesen, hauptsächlich weil die ewig feuchten Marschgebiete und die vielen Moskitos potentielle Siedler immer wieder abschreckten. Anfang der 60er Jahre begann die NASA, Land für das zukünftige Space Center aufzukaufen. Als 1963 diese Phase abgeschlossen war, trat die NASA jene Flächen an den U.S. Fish and Wildlife Service ab, die nicht kritisch für das Weltraumprogramm waren. Dadurch wurde Merritt Island das Schicksal der Trockenlegung und Bebauung erspart, das so viele andere Küstengebiete Floridas ereilte.

SchildkröteInsgesamt 330 Vogelarten wurden hier gezählt. Es beherbergt auch 21 vom Aussterben bedrohte Arten, mehr als jedes andere National Wildlife Refuge in den USA. Dazu gehören neben den verschiedenen Vögeln auch mehrere Arten von Meeresschildkröten und das Manatee (Seekuh). Ein ausgezeichnetes Besucherzentrum (täglich geöffnet von 8-16:30 Uhr) mit einer guten Ausstellung zu den einzelnen Ökosystemen innerhalb des Schutzgebietes ist durchaus einen Besuch wert. Die Ranger sind gerne bei der Identifizierung von Arten behilflich oder geben gute Tipps, wo sich gerade das Ausschau halten besonders lohnt. Das Gelände selbst ist jeder Zeit zugänglich und kostet keinen Eintritt. Allerdings werden einzelne Gebiete während bestimmter NASA Aktivitäten vorübergehend gesperrt.

Kennedy Space Center

Anschließend folgt Cap Canaveral mit dem Kennedy Space Center. Die Besichtigung dauert etwa 4 bis 5 Stunden und vermittelt einen Überblick über die Raumfahrtgeschichte und ihre zukünftigen technischen Chancen. Neben dem Raketengarten mit seinen originalgetreuen Nachbildungen und dem Galaxy-Center mit Multimedia-Show, Ausstellungsgegenständen der Raumfahrt sowie dem IMAX-Kino (hier sehen Sie einen besonders guten Film über den Start, den Flug und die Landung eines Space Shuttle mit dem Titel "A dream is alive") werden zwei Busfahrten angeboten von jeweils 2 Stunden Dauer:

Die Red Tour führt Sie vorbei an dem "Flight Crew Training Building" (Simulatoren für die Apollo-Mondflüge), am "Vehicle Assembly Building" (Montagehalle), am Startplatz der Space Shuttle Flüge, an den riesigen Transportern, die das Space Shuttle zum Startplatz bringen und an die Landebahn des Space Shuttles (Shuttle Landing Facility).

Die Blue Tour zeigt Ihnen das Kontrollzentrum (Mission Control Center), das Air Force Museum, den Startplatz der ersten bemannten Raumflüge, die Startplätze der Mercury- und Geminiraumflüge und den Startplatz für Raketen mit Wetter- und Kommunikationssatelliten.

Space Shuttle LandestripTäglich geöffnet von 9.00 Uhr bis Sonnenuntergang. Tourist-Information: (407) 452-2121. Das Ticket kostet 26 USD (Kinder 16 USD). Auch für einen Shuttlestart sind beschränkt Tickets zu erhalten, Preis 36,50 USD (Kinder 26,50 USD, die Besichtigung ist dabei eingeschlossen. Auf dem Gelände gibt es einen frei zugänglichen großen Souvenirshop.

Für Piloten ist interessant, dass nach Anfrage in den gesperrten Luftraum des Kennedy Space Centers eingeflogen werden darf und ein Low-Approach über der Shuttle Landebahn in 400 ft erlaubt wird, sofern keine Shuttleaktivität vorhanden ist.

St. Augustine

Das Städtchen St. Augustine wurde 1565 gegründet und bietet Einblick in das spanische Erbe der Südstaaten. Lange nur ein armseliger militärischer Vorposten, darf sich St. Augustine damit rühmen, die älteste dauerhafte europäische Siedlung in Nordamerika zu sein, gegründet von dem Abenteurer und Lebemann Pedro Menéndez de Avilés. An die Spanier erinnern das Castillo de San Marcos, die älteste Steinfestung der USA aus dem späten 17. Jh., und die gesamte, fast einem Freilichtmuseum gleichende Altstadt, die im malerischen Old St. Augustine Village gipfelt.

Ein Bummel ist besonders schön in der Weihnachtszeit, wenn das Städtchen festlich beleuchtet ist.

Das alte Fort in St. Augustine  

Orlando

Seit Beginn der 70er Jahre hat Orlando einen unglaublichen Wandel durchgemacht. Wo früher einmal Sümpfe waren boomt heute Disney & Co. Innerhalb von zwei Jahren besuchten mehr Menschen Mickey Maus, als damals in Florida lebten. Seitdem ist Orlando statistisch gesehen zur meistbesuchten Tourismusregion der Welt geworden. Orlando und Umgebung (Disney World ist am Lake Buena Vista, 30 km südwestlich von Orlando) beheimatet mehr als 80 unvergessliche Attraktionen. Ob die unglaublichen Ausstellungen im Ripley`s Believe It or Not - oder Alligator-Wrestling in Gatorland, erfrischendes Wasservergnügen in Wet`n Wild oder in Water Mania - überall gibt es etwas zu erleben! Einer der größten und attraktivsten Abenteuerparks mit der großen Killerwalshow ist Seaworld. Erleben Sie die Arktis mit lebenden Eisbären, Walrossen und Walen oder den "Terror der Tiefe" im Haitunnel. Ganz anders sind die friedfertigen Manatees, die riesigen Seekühe Floridas. Mit einer simulierten Unterwassertiefseefahrt geht es ins berüchtigte Bermuda Dreieck.

Die berühmteste Straße in Orlando ist der International Drive, an dem viele Attraktionen liegen. Viel kleiner, aber auch ein Touristenanziehungspunkt ist die die Church Street mit der alten, heute stillgelegten Church Street Station. Ein museumsreifer Zug steht noch immer auf den Gleisen. In diesem ältesten Teil der Stadt gibt es schöne alte Häuser, Orlandos Touristen-Vergnügungsmeile. “Terror On Church Street” ist eine Art Geisterbahn zu Fuß. Wir hören Dixielandmusik in "Rosie O'Gradys", klatschen zur "Bluegrassmusik" in "AppleAnnie's Courtyard" und genießen die Musik im "Cheyenne Saloon" und im "Orchard Garden Ballroom".

Im Shop kann ein praktischer City Guide "Daytona Beach und Umgebung" kostenlos bestellt werden, siehe Shop.

 

                

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