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Ait Bou Guemès
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Das
Tal von Ait Bou Guemès ist touristisch noch recht wenig erschlossen, was
sich aber durch die kürzlich fertiggestellt Asphaltstraße von Azilal her
in der Zukunft sicher ändern wird. Von daher kann man nur dazu raten,
recht bald das „Glückliche Tal“ zu besuchen, wie es aufgrund seiner
blühenden Landwirtschaft genannt wird.
Wahrzeichen der Region sind die
beiden Pyramidenberge, der eine ist bei Agouti, der andere bei Tabant. Auf
den Spitzen beider Berge ist ein Marabut, der bei Tabant, Marabut Sidi
Moussa mit Speicherburg, wurde jedoch kürzlich mit Hilfe der UNESCO
restauriert und wird noch immer von den Einwohnern für Hilfe aufgesucht.
Es gibt ein kleines Museum dort, ein Fußweg führt hinauf.
Von
Azilal kommend (für die gut 70 km kurvenreiche Bergstraße rechnet man
mit 2 Stunden Autofahrt) trifft man zunächst auf das Dorf Agouti
mit seiner markanten Kasbahruine auf einem Hügel. Es folgen mehrere Dörfer,
von denen das wichtigste Tabant ist, das Verwaltungs- und Marktzentrum der Region. Zum Souk am Sonntag
kommen die Tal- und Bergbewohner auf Eseln und Lastwagen, die neue
Teerstraße erleichtert da vieles, daher ist der Besuch von Tabant am
Souktag besonders zu empfehlen. In Tabant ist auch die weiterführende
Schule der Region, aber vor allem die wichtigste Ausbildungsstätte
Marokkos für Bergführer. Jedes Jahr melden sich fast 1.000 Bewerber für
die gut 30 Ausbildungsplätze, zur Aufnahmeprüfung gehört auch ein
Marathonlauf über schwierige Bergstrecke. Die Überraschung in Tabant
bildet jedoch das wunderschöne Gartencafé unterhalb des Souk. In den
Sommermonaten sitzt man dort romantisch unter hölzernen Sonnenschirmen
inmitten einem Meer von weißen Margariten und roten Anemonen. Fragen Sie
einfach nach dem einzigen Café des Ortes. Es gibt ansonsten weder
Unterkunft noch Restaurants.
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| Tabant |
Gartencafé |
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Bergtouren
Touristisch
interessant ist das Tal vor allem als Ausgangspunkt von Bergtouren, der höchste
Berg der Region – und zweithöchste Marokkos – ist der Ighil M’Goun
mit 4.071 Metern.
In Agouti hat die Schweizerin Beatrice mit ihrem einheimischen Partner Lahoucine
eine Auberge eröffnet, die
regionale Architektur mit Schweizer Sauberkeit verbindet. Von außen
unscheinbar wie die meisten Häuser der Dörfer sind die Wände innen
liebevoll bemalt und die Räume gemütlich eingerichtet. Für
Bergsteigergruppen, die es einfach lieben, gibt es Schlafräume mit
Matratzen und piccobello Sanitäranlagen, wer mehr Komfort wünscht findet
gemütliche Doppelzimmer mit eigenem Bad. Elektrizität war 2003
vorhanden, Telefonverbindung (fest oder mobil) jedoch noch nicht.
Beatrice
und Lahoucine praktizieren
einen sanften Tourismus und kümmern sich am liebsten um kleine Gruppen
bis 10 Personen. Es gibt verschiedene Programme für viele Geschmäcker,
darunter auch die Möglichkeit, einem Mann oder einer Frau des Ortes den
ganzen Tag bei seinem Tagewerk zu begleiten oder sogar mitzuhelfen. Möglich
sind jedoch auch kombinierte Touren mit z.B. einer Woche Berge und einer
Woche Wüstentrekking. Auf den geführten Wanderungen durch die Berge
kommt man mit Natur und Leuten leicht in Kontakt.
Auberge Flilou in Agouti
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Ausflug zu den
Dinosaurierspuren
Von
Agouti aus der Asphaltstraße weiter folgend trifft man nach 7,5 km aus
das Ende des Teerbelags an einer Gabelung. Nach Tabant rechts abbiegen.
Der Ort folgt bei km 9, nach insgesamt 12,5 km folgt Ibakklioune (N31º39'598, W6º23'174).
Auf einer
Felsplatte über dem Ort Ibakklioune sind deutlich die Spuren von
Dinosauriern zu erkennen. Vor 250 Millionen Jahren war an dieser Stelle
noch ein großer See. Die Dinosaurier spazierten am Ufer entlang, Sand
oder Schlamm füllten die Trittspuren, bevor sie verwittern konnten. Immer
mehr Erde lagerte sich darüber ab und presste die Abdrücke über
Millionen Jahre zu Stein, und durch die Faltung des Hohen Atlas später
wurde die Felsplatte hochgeschoben. Durch Verwitterung wurde die Füllung
ausgewaschen und die Spuren freigelegt.
Die kleineren Spuren stammen von den kleineren,
fleischfressenden Dinos, die größeren von den riesigen Pflanzenfressern.
Deutlich erkennbar ist die Spur einer Mutter mit Jungem. |
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| Spur einer Mutter mit Jungem |
Die ausgeprägten Spuren des kleinen
Fleischfressers |
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