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Essaouira
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Vielleicht
die schönste Stadt an der Atlantikroute ist Essaouira, das mit seiner
vollständig erhaltenen Medina aus dem 18. Jh. und dem bedeutenden
Fischereihafen malerisch auf einer Felsenterrasse am Meer liegt, umschlossen
von einem hohen Dünengürtel. Das beliebte Seebad mit 61.400 Einwohnern hat
ganzjährig ein mildes Klima. Der starke Wind beeinträchtigt den Aufenthalt
zwar etwas, macht die Küste aber zu einem Paradies für Surfer. In den
Wintermonaten gibt es an der marokkanischen Atlantikküste sehr hohe Wellen.
Allerdings ist dieser Sport wegen der felsigen Ufer nur Könnern zu
empfehlen. Material muss selbst mitgenommen werden. Da die
Wassertemperaturen ca. 16°C betragen, ist ein langer, mindestens 4 mm
starker Neopren-Anzug erforderlich. Während es noch in den 1980ern nur
wenige Hotels und auch Touristen gab, ist seit einigen Jahren Essaouira für
den Tourismus entdeckt worden und im Sommer völlig überlaufen. Eine große
Zahl von „Riads“, meist im Besitz von Ausländern, bietet originelle aber
nicht preiswerte Unterkunft. Daneben sind auch eine Reihe neuer Hotels
entstanden. |
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Stadtbummel in Essaouira
Zentrum der Altstadt mit vielen Restaurants und
Hotels ist der Place Moulay el-Hassan. Von dort geht links die
kleine Gasse Rue Skala entlang der Mauer zur Skala de la Kasbah,
eine kanonenbestückte Plattform auf der Festungsmauer, zu deren Besuch ein
Eintritt zu zahlen ist. Von der Nordbastion am Ende hat man einen
schönen Blick über die Stadt und das Meer, das in rauer Brandung an die
Klippen schlägt. Unter der Skala liegen die Werkstätten der Kunsttischler,
für die Essaouira berühmt ist. Aus Thujaholz fertigen sie geschnitzte
Holzmöbel mit Einlegearbeiten aus Zitronen- und Ebenholz, Perlmutt und
Silber. Vom Place Moulay Hassan aus geradeaus beginnt die Av. Allal Ben
Abdallah, eine Hauptachse der Medina. Die imposanteste Straße der Altstadt
verläuft parallel dazu, sie ist anders als übliche Altstadtstraßen in
Marokko breit und offen und in regelmäßigen Abständen von dreibogigen
Toren unterteilt. Die Straße ändert ihren Namen mehrmals und endet am Bab
Doukkala, in dessen Nähe der Busbahnhof liegt. Durch diese übersichtliche
Straße ist die Orientierung in der kleinen Medina recht einfach.
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Hafen
Lohnenswert
ist der Besuch des Fischereihafens mit seinen Befestigungsanlagen aus dem
18. Jh. Frühmorgens findet die Versteigerung der Fänge statt. Vor dem Hafen
ist ein großer Parkplatz, dessen Gebühren aus einer Tafel für jeden
ersichtlich sind, dennoch wird immer versucht, mehr zu kassieren. Der Preis
beträgt am Tag 2 DH, in der Nacht 5 DH. Gleich am Parkplatz ist eine lange
Reihe kleiner Restaurant-Hüttchen, die jeweils ihr Angebot an fangfrischen
Meerestieren auf großen Bretten präsentieren. Auch hier gibt es eine
Übersichtstafel mit den offiziellen Preisen, um Ärger zu vermeiden. Direkt
nach den Buden ist das dreibogige, mit Kanonen bestückte Tor El Menzeh,
hinter dem die breite Hauptachse der Medina beginnt.
Auf den Hafenbefestigungen sind noch die Kanonen zu
sehen, die Besteigung kostet 10 DH. Der eigentliche Hafen ist außerhalb der
Mauern und dort sind auch die berühmten Restaurants Le Coquillage und Chez
Sam, in denen man gepflegter als in den Hüttchen seinen Fisch verzehren
kann. Ein Hauptgericht kostet hier ab etwa 80 DH. Ein Ausflugboot bietet
Rundfahrten zu der Purpurinsel an, Erwachsene 80 DH, Kinder 4 – 11 Jahre 20
DH. Daneben ist auch eine Fahrt zum Fischen möglich, das Boot fasst 5
Personen, Preis 200 DH pro Person.
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