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Taroudannt

Die alte Hauptstadt des Sous-Gebietes, malerisch vor den oft schneebedeckten Gipfeln des Hohen Atlas gelegen, ist fast vollständig von einer mächtigen, zinnenbewehrten Lehmmauer umgeben. Taroudannt hat trotz der vielen Touristen seinen Charme und seine Ursprünglichkeit bewahrt, ein Besuch lohnt sich. Der Grundriss der Stadt ist ringförmig, so kommt man auch, wenn man sich verfährt, meist irgendwann doch zum Ziel.

TaroudanntSicher die schönste Art, Taroudannt zu genießen, ist eine Übernachtung in dem herrlichen Palais Salam mit einer abendlichen Kutschenfahrt in die Stadt. Um in die Stadt zu gelangen, biegt man von der N 10 nach links ab und fährt durch das Stadttor immer geradeaus bis zum Place Termaglet, an dem Busse und Taxis halten. Von der Terrasse der ehemaligen Boulangerie im 1. Stock hat man einen schönen Blick auf das Treiben. Hier warten auch Pferdekutschen für eine Stadtrundfahrt, sie sind zum Glück immer noch eher Taxi für die Bevölkerung als Touristenattraktion. An diesem Platz beginnt ein vielbesuchter Markt, der in erster Linie Dinge des täglichen Bedarfs bietet, im hinteren Teil Schreinerwerkstätten. In den letzten Jahren haben sich hier auch viele Souvenirgeschäfte angesiedelt.

Mit dem Wagen biegt man jedoch vor dem Platz rechts ab, nach wenigen Metern ist eine BMCI-Filiale mit internationalem Geldautomat. Etwa 500 m weiter kommt man zum Place Assarag in der Stadtmitte, der autofrei neu gestaltet wurde. Hier sind mehrere einfache Hotels und hübsche Terrassenrestaurants, der neue Platz mit Orangenbäumen wurde von der Bevölkerung begeistert angenommen. In der Straße noch vor der Polizeistation links, ist ein großer, zuverlässig bewachter Parkplatz, wo das Auto für 10 DH gut untergebracht ist. Dort abends oft auch ein kleiner Jahrmarkt.

Am Platz neben Hotel Roudani ist ein Bankautomat. Von der Seite gegenüber Hotel Taroudannt führen Sträßchen in den überdachten Souk. Kleiner, aber ebenso schön wie in Marrakech, interessant die Gewürzläden. Die Händler sind weniger aufdringlich und erklären gern die fremdartigen Pülverchen, es gibt sogar lebende Chamäleons. In den Straßen einfache Restaurants mit köstlichem gebratenen Fisch und auf Holzkohle gekochtem Tajine.

Gerberei – Am Hotel Taroudannt vorbei die Mauern durch das Tor verlassen, dann links ab liegt die Gerberei (La Tannerie). Hier kann man den Gerbern bei der Arbeit zusehen, wie die Felle zunächst gewaschen, getrocknet und weiter behandelt werden. Fotos sind möglich. Um den Innenhof herum haben sich einige Boutiquen angesiedelt, die Erzeugnisse aus der Gerberei verkaufen.

Um Taroudannt ist das Gebiet der Arganienwälder. Ziegen klettern in die Bäume, um die olivenartigen Früchte zu fressen. In verschiedenen Frauenkooperativen entfernen die Frauen aus der Umgebung die getrockneten Arganienfrüchte vom Fruchtfleisch und klopfen anschließend die Kerne auf. Daraus wird dann in der Ko­operative Arganienöl gewonnen. Man kann die Frauen bei der Arbeit beobachten und auch fotografieren, außerdem Arganienöl und Amalou, ein Brotaufstrich aus Arganienöl, Mandeln und Honig kaufen (ähnlich unserer Erdnussbutter, nur delikater).

   

Hotelauswahl:

(  Telefonvorwahl: 00212 (0) 28

**** Palais Salam, integriert in die Stadtmauer, Tel. 85 21 30, Fax 85 26 54. Ein Ruhetag in diesem märchenhaften, ehemaligen Palast eines Paschas mit Palmen-, Bananen- und Orangengärten und zwei Schwimmbecken ist sehr zu empfehlen, freundlicher Empfang. Schöne Zimmer auf zwei Etagen mit Bad, Klima, Telefon. Hervorragendes Restaurant (marokkanische und internationale Spezialitäten).

** Tiout, Av. Prince Sidi Mohammed, Tel. 85 03 41, Fax 85 44 80. Flure liebevoll bemalt, Zimmer mit Bad, Telefon, TV, bew. Parkplatz am Haus, empfehlenswert. EZ 195 DH, DZ 250 DH ohne Frühstück.

** Saadiens, Borj Oumansour, Tel. 85 25 89, Fax 85 21 18. Traditionelle marokkanische Einrichtung und Swimmingpool im Innenhof. Hübsche Zimmer mit Bad, schöne Dachterrasse. EZ 165 DH, DZ 210 DH mit Frühstück.

Hotel Taroudannt* Taroudannt, Place Assarag, Tel. 85 24 16, Fax 85 15 53. Einfaches Hotel aus der Kolonialzeit mit Bar und gutem marokkanischen Restaurant. Die Zimmer gehen zum bepflanzter Innenhof, leider ist es durch die Bar sehr laut, manchmal zieht ein leichter Haschischduft durch den Garten. Gutbürgerliche marokkanische Küche, die Tajine reicht für zwei. EZ ab 80 DH, DZ ab 120 DH ohne Frühstück. Parken auf dem bewachten Parkplatz ganz in der Nähe. 

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