Mauretanien

 

 

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Asphaltstraßen

Die großen Verkehrsadern Nouakchott – Atar, NKC – Nema und entlang des Senegalflusses (noch nicht fertig ausgebaut) führen jeweils in komplett unterschiedliche Landschaften. Die Reise nach Atar verkörpert die Weite der Wüste, nach Nema die Savannenlandschaft mit ihren unzähligen Viehherden und der Abstecher zur Lebensader Senegal ist wieder etwas ganz anderes, hier wird neben Viehzucht Ackerbau in sehr traditioneller Weise betrieben und hier leben vorwiegend Angehörige der schwarzen Bevölkerungsgruppen ihr noch sehr ursprüngliches Leben.

Die echten großen Pistenstrecken, von denen es noch reichlich gibt, können natürlich nur von Allradfahrzeugen mit kompletter Wüstenausrüstung befahren werden und möglichst nicht allein, denn die Distanzen sind lang, Fahrzeuge können Schäden bekommen und technische Hilfe ist unterwegs nicht zu finden. Auf Asphalt oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln können Frauen (oder auch Männer) jedoch ohne Bedenken allein reisen. Selten habe ich mich so sicher gefühlt. Französische Sprachkenntnisse sollten allerdings vorhanden sein.

Die erste Asphaltstraße des Landes war die R.N. 2, die Verbindung von der Hauptstadt Nouakchott über den Grenzort Rosso nach Dakar, der wichtigen Hauptstadt des Nachbarlandes Senegal. Die Asphaltstraße R.N. 1 verbindet Nouakchott mit der Kupferstadt Akjoujt und Atar im Nordosten des Landes. Die „Route de l’Espoir“ (Straße der Hoffnung) wurde 1985 asphaltiert und führt als R.N. 3 über 1.150 km von Nouakchott in den Osten des Landes nach Nema. Im Jahr 2004 wurde die Piste von Ayoun el Atrous Richtung Süden nach Nioro in Mali asphaltiert. Die neueste ist die R.N. 4 von Nouadhibou nach Nouakchott.

Für alle diese Straßen gilt aber, dass sie ständige Instandhaltung benötigen, Planierraupen sind unermüdlich unterwegs, um der Versandung entgegen zu wirken. Wegweiser und Ortsschilder sind in französischer Schrift.

Alle anderen Straßen, z. B. die Verbindung von Atar mit Ain Ben Tilli im Norden, sind Sandpisten, die nur mit Fahrzeugen mit Allradantrieb befahrbar sind. In einigen Regionen am Senegal sind die Straßen während der Regenzeit unpassierbar. In der Trockenzeit verdeckt Treibsand manchmal die Sandpisten; in diese unwirtliche Gegend sollte man sich nur mit ortskundigem Fahrer oder entsprechender Wüstenkenntnis und Ausrüstung wagen.

Nouakchott

Bürgersteige bestehen meist aus Sand

 

   
R.N. 1 Nouakchott - Atar

Atar - Chinguetti im Bereich des Ebnou-Passes asphaltiert

   
R.N. 4 Nouadhibou - Nouakchott

Die neue Raststätte

   
R.N. 3 Route de l'Espoir Nouakchott - Kiffa

 

Tote Tiere und Autowracks säumen den Straßenrand

 

Nirgends ist so viel Vieh auf der Straße unterwegs wie hier

 

   
Von Sangrafa nach Tidjikja

Zwischen Boghé und Kaedi

   
R.N. 2 zwischen Boghé und Rosso

unvermittelt endet die neue Straße im Sand

 

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