|
|
|
EinreiseDeutsche Staatsangehörige brauchen für die Einreise nach Mauretanien einen gültigen Reisepass, der bei der Einreise noch 3 Monate (für Visa bis zu einer Dauer von 1 Monat) bzw. 6 Monate (für Visa bis zu einer Dauer von 3 Monaten) gültig sein muss. Für Kinder wird ein Kinderreisepass benötigt. Alte Kinderausweise sind jedoch noch bis zum Ablauf ihrer jeweiligen Gültigkeit nutzbar. Der Kinderreisepass ist fälschungssicher, maschinenlesbar und mit einem Lichtbild versehen. Dazu wird ein Visum benötigt, das bereits zu Hause beantragt werden kann, aber nicht muss. Eine Ausstellung ist auch direkt an der Grenze möglich. Ein Visum für Mauretanien ist erhältlich bei:Botschaft von Mauretanien Konsularabteilung (auch für Österreich zuständig) Kommandantenstraße 80 10117 Berlin Tel. 030 - 20 65 883, Fax 030 - 20 67 47 50, ambarim.berlin@gmx.de. Montag bis Donnerstag 10 - 13 Uhr, Freitag 10 - 12 Uhr Die Ausstellung in Deutschland dauert etwa 10 Tage, die Kosten betragen für 1 - 3 Monate 31,25 Euro. Einzusenden ist das Antragsformular und ein Passbild. Es bestehen keine Beschränkungen bezüglich der Einreise- und Ausreiseorte. Schweiz:Mission
permanente de Mauritanie Visumserteilung in MarokkoDas Visum ist auch bei der mauretanischen Botschaft in Rabat erhältlich (bis September 2007 gab es das Visum in Casablanca). Mauretanische Botschaft, 6 Rue Thami Lamdawar, B.P. 207 Souissi, Rabat, N33°58.859, W06°49.785, Tel. 037 – 65 66 78, Fax 037 – 65 66 80, ambassada@mauritanie.org. Die Botschaft liegt mitten im Botschaftsviertel, die Koordinaten sind N33°58.859 W06°49.785 und die Mali - Botschaft ist in der gleichen Strasse, ca. 200 m weiter. Visumsanträge werden nur vormittags angenommen, von 9 bis 12 Uhr. Man bekommt den Pass mit dem eingestempelten Visum am nächsten Tag um 15 Uhr, am Freitag bereits um 13 Uhr. Das Visum für 30 Tage einfache Einreise kostet 200 Dirham. Die Gültigkeit ist ab sofort für 30 Tage und gilt ab dem Tag der Ausstellung, wer also noch einige Zeit in Marokko verbringen will, hat dann in Mauretanien entsprechend weniger als einen Monat. Der Visumsantrag ist fast identisch mit dem von der Botschaft in Berlin, man kann also die Übersetzungshilfen von dem Formular von Konsul Spieker verwenden. Benötigt werden zwei Passfotos und drei Kopien der Hauptseite des Reisepasses, dies muss zusammen mit dem Reisepass abgegeben werden. Visum an der GrenzeAuch direkt an der mauretanischen Grenze kann ein Visum
ausgestellt werden, seit Mitte 2008 für 15 Tage. Es kostet dort 20 EUR, alle
Formalitäten sind innerhalb von 30 Minuten erledigt. Dieses Visum kann dann in
Nouakchott bei der 2. Kompagnie des Ksar (Polizei) neben dem Airport (N18° 05.36
W15° 58.19) verlängert
werden. Notwendig sind 2 Fotos und 5.000 UM. Man gibt die Papiere am Morgen ab
und kann sie am Nachmittag abholen. Das Visum gilt dann für 3 Monate mit
mehreren Einreisen. www.konsulspieker.de (Honorarkonsul für Mauretanien) Einreise mit eigenem Fahrzeug:Bei Einreise mit dem Fahrzeug sind folgende Dokumente vorzulegen. · Führerschein der Europäischen Union (nur theoretisch, wurde nicht verlangt) · Eigentumsnachweis, d.h. für Deutschland den Kraftfahrzeugschein, in Frankreich und Mauretanien “Carte grise” genannt. Bei Grenzübertritt muss eine Ehrenerklärung (Engagement sur Honneur) abgegeben, dass man sein Fahrzeug nicht verkaufen wird. Das kostet 10 Euro oder 100 Dirham. Da die europäischen Versicherungen keine Haftung für Mauretanien übernehmen ist an der Grenze oder in Nouadhibou eine mauretanische Haftpflichtversicherung abzuschließen. Kosten etwa 7.300 UM für 20 Tage bei einem Fahrzeug mit 141 – 150 PS. Die Berechnung richtet sich nach den PS. Diese Versicherung verhilft aber nur dazu, bei einem eventuellen Unfall nicht im Gefängnis zu landen. Wenn man dagegen einen unverschuldeten Unfall mit einem anderen Verkehrteilnehmer hat ist es fast unmöglich, eine Entschädigung zu bekommen. Dazu ist meist ein Rechtsanwalt und eine Klage notwendig. Sollte das Fahrzeug in Mauretanien verkauft werden, ist gemeinsam mit dem Käufer bei der Zolldirektion (Direction Générale des Douanes, Services des Enquêtes) in Nouakchott vorzusprechen. Fahrzeugpapiere und Kaufvertrag sind vorzulegen. Der dort ausgestellte Beleg (Quitus) über die erfolgte Entzollung (die Entzollungsgebühr wird normalerweise vom Käufer entrichtet) ist bei der Ausreise vorzulegen. Ohne diesen Beleg werden bei Ausreise ohne Fahrzeug an der Grenze hohe Entzollungsgebühren zu zahlen sein. Bei Verlust des Fahrzeugs (z.B. durch Unfall, Geländeschaden) sollte unbedingt der nächstgelegene Gendarmerie- oder Polizeiposten zur Aufnahme eines Protokolls aufgesucht werden, da ansonsten bei Ausreise ohne Fahrzeug hohe Entzollungsgebühren entrichtet werden müssen. Dieses Protokoll kann nicht erst in Nouakchott ausgestellt werden! Es ist im Gespräch, Fahrzeugen älter als fünf Jahre die Einreise nur noch mit Carnet de Passage zu erlauben, dieses Gesetz ist jedoch noch nicht verabschiedet. Einreise mit dem Pkw über die Westsahara:Über Dakhla in Richtung Nouadhibou Reisende können nunmehr ohne militärische Begleitung die Westsahara durchqueren. Nach Passieren des letzten marokkanischen Grenzpostens (von 9 bis 19 Uhr geöffnet) vor Einreise nach Mauretanien folgt ein ca. 4 km breiter Streifen Niemandsland. Hier ist der ausgefahrenen Piste zu folgen (Minengefahr!). Danach erreicht man den mauretanischen Grenzposten, welcher täglich besetzt ist. Hier beginnt die Teerstraße. Nach wenigen km erreicht man die Straße Nouadhibou - Nouakchott, die seit Ende 2005 fertig gestellt ist. Über Bir Moghrein Eine Einreise über Galtat Zemmour nach Bir Moghrein ist nicht möglich, da es sich um militärisches Sperrgebiet handelt. Die Ausreise aus Mauretanien auf dem Landweg in die Westsahara erfolgt nur am Grenzübergang nördlich Nouadhibou (siehe Einreise). Vor Versuchen, an anderem Ort das Gebiet der Westsahara zu erreichen, wird wegen der oben genannten Minengefahr und vor dem Hintergrund des ungelösten Konfliktes um das Gebiet dringend gewarnt. Einreise über Algerien In der Vergangenheit ist es im Norden Mauretaniens zu Überfällen gekommen, zuletzt am 04.06.05 auf ein mauretanisches Militärlager. Vor Reisen in dieses Gebiet und Versuchen, über Algerien oder Nordmali ein- oder auszureisen, wird ebenfalls dringend gewarnt. Die Einreise nach und von Senegal bzw. Mali an den offiziellen Grenzübergängen im Süden bereitet zur Zeit keine Probleme. Am Grenzübergang Rosso besteht die Möglichkeit, per Fähre überzusetzen; die letzte Fähre Richtung Senegal fährt ca. um 17.00 Uhr. Ansonsten kann die Grenze über den Damm von Diama überquert werden. ZollbestimmungenVon Europa aus können 200 Zigaretten oder 100 Zigarren oder 500 g Tabak zollfrei eingeführt werden. Für den persönlichen Gebrauch sind die Einfuhr von 2 l Wein und 0,5 l Alkohol über 22% gestattet. Dies ist jedoch unbedingt bei Einreise zu deklarieren. Die Einfuhr von Waffen und Drogen ist verboten. Jagdwaffen können nur mit einer vorherigen Genehmigung eingeführt werden. Einreise mit HaustierenBei Einreise mit Haustieren sind der Impfausweis (Tollwutschutzimpfung) und eine gültige Bescheinigung über die Gesundheit des Tieres vorzulegen Anreise mit dem FlugzeugMauretaniens nationale Fluggesellschaft heißt Air Mauritanie (www.airmauritanie.mr). Sie verbindet Paris mit Nouakchott sowie Las Palmas mit Nouadhibou. Air France fliegt mehrmals pro Woche direkt von Paris nach Nouakchott. Mauretanien wird außerdem von den Fluglinien Air Algerie, Royal Air Maroc und Tunis Air angeflogen. Von Deutschland aus gibt es keine Direktflüge. Bei einer Suche bei www.flug.de wurde ein Flug mit Royal Air Maroc Frankfurt – Casablanca – Nouakchott im Oktober 2007 für 590 EUR gefunden. Im Winterhalbjahr verbindet die französische Agentur Point d’Afrique Paris oder Marseille mit Atar, www.point-afrique.com Eine weitere Möglichkeit ist ein Charterflug nach Senegal. Von Dakar aus sind es nur 400 km bis nach Nouakchott. Es gibt auch Flüge. Anreise mit Öffentlichen VerkehrsmittelnIn Marokko gibt es gute Busverbindungen bis nach Dakhla mit komfortablen, klimatisierten Bussen. Ab Dkhla dann kein geregelter Verkehr mehr. Es gibt allerdings zwei Stellen bei Dakhla, an denen Reisewillige stehen und auf die Mitnahme warten. Das ist einmal die Polizeikontrolle kurz vor der Einfahrt in die Stadt, zum anderen die Polizeikontrolle, die an der Abzweigung von der N1 nach Dakhla ist. Die vielen Transportfahrzeuge, die Waren nach Mauretanien bringen, nehmen Anhalter gegen Bezahlung mit. Daneben gibt es auch Sammeltaxis bis zur grenze, ab Grenze muss man sich dann eine neue Fahrgelegenheit suchen. An der Grenze ist noch auf marokkanischer Seite eine Raststätte mit Hotelzimmern. Öffentliche Verkehrsmittel in MauretanienBusse gibt es nur wenig in Mauretanien, deshalb reist man am besten mit dem eigenen Fahrzeug, einem Mietwagen oder bucht eine Tour. Daneben gibt es Buschtaxis, die auf Asphaltstraßen meist aus Mercedes bestehen, auf Pistenstrecken Pickups. Doch auch die fahren nicht sehr oft. Es gibt nun eine neue, tägliche Busverbindung zwischen Nouakchott und Nouadhibou. Der Bus ist klimatisiert, fährt pünktlich und man erhält Getränke gratis. Abfahrt Nouakchott 17 Uhr, Nouadhibou 16 Uhr, Preis 4000 UM (13 Euro), Fahrzeit 5 – 6 Stunden. Von Nouakchott nach Atar fahren Buschtaxis zum Preis von 2.500 bis 3.500 UM (7 - 10 Euro) , Fahrzeit 5 - 6 Stunden. Außerdem gibt es in der Wintersaison einen kleinen Bus namens Expresse Rapide
Confortable. Die Linie wird betrieben von einem Franzosen und fährt pünktlich,
eine Reservierung ist notwendig. Preis ca. 5.000 UM. Kontakt: Valerie,
Tel. 00 222 608 42 00. Von Nouadhibou nach Choum gibt es den Erzzug, den man benutzen kann. Entweder gegen geringe Gebühr im schnell gefüllten Personenabteil, oder kostenfrei in den Erzwaggons. |
|